„Naturtrainer“ ist ein Projekt des NABU Brandenburg. Der Landesverband übernimmt die Koordination der Ausbildung. Die regionalen NABU-Gliederungen sowie die Landesfachausschüsse begleiten die Ausbildung fachlich.
Mit dem Projekt verfolgt der NABU Brandenburg verschiedene Ziele:
• Menschen – insbesondere in der nachberuflichen Lebensphase – zu Naturtrainerinnen und Naturtrainern auszubilden
• Durch die Naturtrainer*innen regelmäßige Umweltbildungsangebote in Kindertagesstätten, Grundschulen oder anderen Einrichtungen zu ermöglichen
• Kindern spielerisch Artenkenntnis zu vermitteln
• das Umweltbewusstsein und den Naturschutzgedanken in der Öffentlichkeit und in den Einrichtungen zu stärken
• ehrenamtlich Aktive für die Umweltbildung zu gewinnen und Netzwerke aus ehrenamtlichen Umweltbildner*innen in den Regionen und landesweit auf- und auszubauen
• die NABU-Umweltbildungseinrichtungen weiterzuentwickeln
Wir bieten vor Projektbeginn digitale Informationsveranstaltungen an, um einen Einblick in das Projekt zu geben, den NABU Brandenburg und das Projektteam vorzustellen sowie Fragen zu beantworten.
Im Projekt werden ganztägige Schulungen von ca. 7 Stunden durchgeführt, bei denen die Natur aus den verschiedenen Blickwinkeln der Umweltbildung, Natur- und Erlebnispädagogik unter die Lupe genommen wird. Die Teilnehmenden können ihre eigene Erfahrungswelt einbringen und somit die Schulungsinhalte auch nach individuellen Vorlieben ausrichten. Es ist möglich, neben verpflichtenden Workshops auch eine Auswahl an thematischen Schwerpunkten nach eigenen Interessen zu belegen. Die Workshops finden in der Regel unter der Woche (Montag bis Donnerstag) statt.
Wir bieten Material zur Umweltbildung und in den praxisnahen Schulungen vielerlei Gelegenheiten, um Methoden auszuprobieren und eigene Ideen einzubringen. Wir organisieren Vernetzungstreffen zum Erfahrungsaustausch mit anderen NABU-Ehrenamtlichen und bereits ausgebildeten Naturtrainerinnen und Naturtrainern.
Nach der Ausbildung führen die Naturtrainer*innen eigene Umweltbildungsprojekte an einer Kindertagesstätte, Grundschule oder vergleichbaren Einrichtung durch. Die Naturtrainerinnen und Naturtrainer werden dabei weiterhin begleitet und können sich im Netzwerk der NABU-Ehrenamtlichen weiter austauschen.
Vorwissen zum Thema Umwelt, Natur oder aus dem Bildungsbereich sind nicht notwendig. Teilnehmende sollten die Bereitschaft mitbringen, nach der Ausbildung längerfristig und regelmäßig tätig zu werden und entsprechende Zeitressourcen aufbringen. Ebenso ist während der Ausbildung mit längeren Anfahrtswegen zu den wechselnden Veranstaltungsorten zu rechnen – auch diese Zeit und Mobilität sollte berücksichtigt werden.
Das Projekt richtet sich an Interessierte aus Brandenburg und Berlin. Wir hoffen, v.a. Brandenburgerinnen und Brandenburger für ein langfristiges festes Engagement im ländlichen Raum zu gewinnen.
Um an der Ausbildung teilzunehmen müssen Sie kein NABU-Mitglied sein. Natürlich freuen wir uns, wenn Sie auf Grund des Projektes den NABU und seine Arbeit kennenlernen und uns mit Ihrer Stimme und Mitgliedschaft unterstützen und selbst von den Vorteilen der Mitgliedschaft profitieren.
Wir möchten mit dem Projekt v.a. Menschen in der nachberuflichen Lebensphase ansprechen und für ein freiwilliges Engagement im Umweltbildungsbereich motivieren. Es gibt aber keine Altersgrenze. Wichtig ist, dass sich die Interessierten einen langfristigen und regelmäßigen Einsatz an einer Kindertagesstätte, Grundschule oder vergleichbaren Einrichtung vorstellen können.
Das Projekt „Naturtrainer“ ist keine berufliche Weiterbildungsreihe. Das Projekt wird über die EU und das Land Brandenburg kofinanziert unter dem Titel “Natürliches Erbe und Umweltbewusstsein”. Hierüber werden keine Maßnahmen gefördert, die Teilbereiche allgemeiner Studien- oder Ausbildungsgänge sind. Darunter fallen auch Programme, Studien- oder Ausbildungsgänge, die der beruflichen Ausbildung oder berufsbegleitenden Weiterbildung dienen (z. B. Schulungen für Bundesfreiwillige, Wildnispädagogik-Ausbildung, Weiterbildungsangebote Naturpädagogik usw.).
Wir wissen, dass die Nachfrage an solchen Weiterbildungsangeboten auch bei Pädagoginnen und Pädagogen, Erzieherinnen oder Erziehern hoch ist. Gern können Sie sich beim Landesfachausschuss Umweltbildung melden, bei dem Umweltpädagog*innen vernetzt sind, und dort nach Beratungs- oder Weiterbildungsmöglichkeiten fragen.
Am besten können Sie sich über das Formular auf unserer Webseite bewerben. Eine Bewerbung ist auch per E-Mail möglich. Hinterlassen Sie bitte eine Telefonnummer, damit wir Fragen dann im persönlichen Gespräch klären können. Allgemein können Sie sich bei Fragen auch direkt telefonisch an uns wenden.
Unsere Ausbildung ist sehr beliebt und bei hoher Nachfrage wählen wir unter den Bewerbungen aus. Deshalb können wir leider einen Platz nicht garantieren.
Die Workshops finden über anderthalb Jahre hinweg statt. Es gibt i.d.R. vier regionale Gruppen: Nordosten, Südosten, Nordwesten und Südwesten. Wir nutzen dabei verschiedene (Umwelt-) Bildungsstätten für unsere Seminare. Die Termine werden den Bewerberinnen und Bewerbern für ihre Region mitgeteilt. Die Workshops finden prinzipiell unter der Woche, nicht am Wochenende, statt. Eine Workshopeinheit umfasst 7 Stunden am Tag. Es wird ungefähr ein Workshop je Region und Monat stattfinden (Sommerpause Juli und August). Wenn ein Termin nicht passt, kann die Einheit nach Absprache in einer anderen Region nachgeholt werden.
In den Schulungen tauchen wir gemeinsam in vielfältige Themen ein: Pflanzen und Tiere im Jahresverlauf, Wasser, Wald und Boden, Müll und Upcycling, Ernährung, Artenkenntnis, Klimaschutz und vieles mehr. Die Teilnehmenden erwerben grundlegende Fertigkeiten zur didaktisch-methodischen Gestaltung von Bildungseinheiten in Kindertagesstätten oder Grundschulen. Außerdem informieren wir über rechtliche Fragen zum Kinder- und Jugendschutz und geben praxisnahe Hinweise zur Gruppendynamik. Dabei nehmen wir gerne auch auf persönliche Interessen Rücksicht.
Im Mittelpunkt der Ausbildung stehen Methoden, Didaktik und fachliches Wissen für die Arbeit mit Kindern im Alter von 3 bis 6 Jahren beziehungsweise im Grundschulalter.
Insgesamt absolvieren Sie acht Module: sechs Pflichtmodule sowie zwei von fünf angebotenen Wahlpflichtmodulen. Falls ein Termin einmal nicht passt, können Sie die Einheit nach Absprache in einer anderen Region nachholen. Sollte auch das nicht klappen, suchen wir gemeinsam im persönlichen Gespräch nach einer Lösung und vermitteln Ihnen bei Bedarf eine passende Ersatzveranstaltung. Begleitend gibt es die Möglichkeit, an Online-Sprechstunden, Vertiefungsmodulen und Netzwerktreffen teilzunehmen.
Neben der Teilnahme an den Modulen erwarten wir von Ihnen die aktive Mitarbeit in den Workshops sowie die Bearbeitung der jeweiligen Vorbereitungsaufgaben. Darüber hinaus gestalten und führen Sie eigenständig eine Umweltbildungseinheit mit Kindern durch – so wenden Sie das Gelernte direkt in der Praxis an (s.a. „Zum Einsatz an Kitas und Grundschulen“).
Wir möchten auf die Bedürfnisse der Teilnehmenden eingehen, sodass wir je Workshop maximal 20 Personen betreuen.
Das Projekt wird gefördert durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) und kofinanziert aus Mitteln des Landes Brandenburg. Deshalb können wir die Ausbildung kostenfrei anbieten. Sie tragen lediglich Reisekosten und Verpflegungskosten selbst.
Die Naturtrainerinnen und Naturtrainer übernehmen in Absprache mit der Kindertagesstätte oder Grundschule ihrer Wahl je nach Kapazität und Wunsch beider Seiten entweder regelmäßige Umweltbildungsangebote wie wöchentliche Arbeitsgemeinschaften oder Themenstunden. Aber auch der Einsatz in Ferienzeiten oder zu bestimmten Projekttagen ist möglich.
Dies vereinbaren die Naturtrainerinnen und Naturtrainer mit der Kindertagesstättenleitung und den Erzieherinnen und Erziehern im direkten Gespräch. Hierzu wird eine gemeinsame Rahmenvereinbarung getroffen, in der die jeweiligen Kapazitäten und Wünsche beider Seiten schriftlich festgehalten werden sollten. Das schafft Sicherheit für alle Akteure. Eine langfristige Zusammenarbeit ist erwünscht. Es handelt sich dabei in der Regel um ein unbezahltes, regelmäßiges Engagement. Einzelverhandlungen zu Aufwandsentschädigungen oder Übernahme von Materialkosten für den Einsatz sind aber möglich.
Schon mit Beginn der Ausbildungsreihe werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gebeten, den Kontakt zu den Kindertagesstätten oder Grundschulen zu suchen. Ein erster Einsatz kann nach dem dritten oder vierten Workshop erfolgen. Zum Ende der Ausbildungsreihe begleitet ein*e Kolleg*in aus dem Team auf Wunsch eine allein gehaltene Gruppenstunde und gibt letzte Tipps und Hinweise (Hospitation).
Wir begrüßen es, wenn die Naturtrainerinnen und Naturtrainer eine Kindertagesstätte oder Grundschule ihrer Wahl, möglichst schon während der Ausbildungszeit, suchen. Wir unterstützen auch gern, einen passenden Einsatzort zu finden.
Unser Schwerpunkt liegt darin, Generationen zusammen zu bringen und den Einsatz der Naturtrainerinnen und Naturtrainer in Kindertagesstätte und Grundschule zu forcieren. Das freiwillige Engagement der ausgebildeten Naturtrainerinnen und Naturtrainer kann aber auch bei anderen Vereinen oder Organisationen erfolgen, beispielsweise im offenen Angebot von Bürgerhäusern, bei Kinder- und Ferienfreizeiten, Gartenvereinen, Kindergruppen in Familienzentren o.ä. Wir freuen uns über jedes Engagement zum Thema Natur und Umwelt.
Dies muss im Einzelfall mit der Kindertagesstätte oder Grundschule abgesprochen werden. Vielleicht gibt es aus der Region andere Naturtrainerinnen und Naturtrainer oder Umweltbildnerinnen und Umweltbildner, die im Einzelfall, z.B. bei Krankheit oder Urlaub, vertreten können.
Personen, die sich in Vereinen oder Verbänden im Auftrag oder mit Einwilligung von Kommunen ehrenamtlich engagieren, sind gesetzlich unfallversichert. Voraussetzung für den Versicherungsschutz ist, dass die ehrenamtliche Tätigkeit unentgeltlich ist und nicht im Rahmen eines Beschäftigungsverhältnisses ausgeübt wird. Im Regelfall greift die gesetzliche Unfallversicherung, wenn sich der Unfall in direktem Zusammenhang mit der Tätigkeit im Ehrenamt ergeben hat oder Sie auf dem Hin- oder Rückweg zur ehrenamtlichen Tätigkeit waren.
Wenn Sie NABU-Mitglied und innerhalb Ihrer NABU-Gliederung (Bsp. Regionalverband) tätig sind, sind Sie zudem über die Gruppen-Unfallversicherung, die der Bundesverband für alle NABU-Ehrenamtlichen abgeschlossen hat, versichert, denn Sie engagieren sich mit der Umweltbildung im Rahmen der satzungsgemäßen Aufgaben des Verbandes.
Die Krankenversicherung – egal ob gesetzlich oder privat – trägt die Kosten für medizinische Behandlung, Arzneimittel sowie Heil- und Hilfsmittel. Dieses schließt auch Erkrankungen ein, die z.B. durch Unfälle oder Verletzungen während eines ehrenamtlichen Einsatzes entstanden sind. Die Krankenversicherung ist die 1. Linie der Absicherung von Unfällen im Ehrenamt.
Die Vereinsunfallversicherung tritt ein, wenn es während des ehrenamtlichen Einsatzes zu einem Unfall kommt und dieser zu einer dauerhaften gesundheitlichen Beeinträchtigung (Invalidität) führt. Die Unfallversicherung ist die 2. Linie zur Absicherung von Unfällen im Ehrenamt.
Die Risiken einer ehrenamtlichen Tätigkeit sind unter bestimmten Umständen auch von der privaten Haftpflichtversicherung abgedeckt.
Wenn Sie NABU-Mitglied sind, profitieren Sie als ehrenamtliche Vertreter*in von einer speziellen Betriebshaftpflichtversicherung.
Die Kindertagesstätte oder Grundschule stellt den Naturtrainerinnen und Naturtrainern eine pädagogische Fachkraft zur Seite und übernimmt damit die Aufsichtspflicht. Einzelabsprachen mit der Kindertagesstätte oder Grundschule sind möglich, dies ist in der Rahmenvereinbarung festzulegen.
Bei ehrenamtlicher Beaufsichtigung, Betreuung, Erziehung oder Ausbildung von Minderjährigen ist in Deutschland das Vorweisen eines erweiterten Führungszeugnisses Pflicht. Das erweiterte Führungszeugnis kann nur persönlich von der betroffenen Person unter Vorlage des Personalausweises oder Reisepasses bei der örtlichen Meldebehörde oder, wenn Sie in Besitz eines elektronischen Personalausweises mit freigeschalteter Online-Ausweisfunktion sind, über das Online-Portal des Bundesamts für Justiz beantragt werden.
Die Gebühren der Antragstellung können erlassen werden, wenn das Führungszeugnis dazu dient, eine Tätigkeit in der Kinder- und Jugendarbeit aufzunehmen. Als NABU Brandenburg stellen wir Ihnen gern ein entsprechendes Schreiben zur Vorlage bei Beantragung aus. Hierfür benötigen wir Ihren Namen, eine aktuelle Wohnadresse und Ihr Geburtsdatum und -ort. Mit dieser Aufforderung ist die betreffende Person zur Ausübung einer ehrenamtlichen Tätigkeit im Rahmen eines der in §32 Abs. 4 Nr. 3 Buchstabe d EStG dann von der Gebührenpflicht befreit. Das Original verbleibt beim Antragstellenden, als NABU Brandenburg dokumentieren wir die Vorlage.
In der Regel dauert die Bearbeitung zur Ausstellung des Zeugnisses 1 -2 Wochen. Sollten Sie bereits ein erweitertes Führungszeugnis besitzen, akzeptieren wir ein Zeugnis, das bei Vorlage nicht älter als 3 Monate ist. Wir sehen dieses ein und dokumentieren die Einsicht entsprechend.
Bei fachlichen Fragen können Sie sich an Ihren NABU-Regionalverband, an die NABU Landesgeschäftsstelle sowie die Landesfachausschüsse und an die Kolleginnen und Kollegen des Projektteams wenden.
Nach Abschluss werden Sie auf Wunsch weiterhin durch den NABU Brandenburg und den Landesfachausschuss Umweltbildung betreut. Wir organisieren regelmäßige Vernetzungstreffen zwischen den Naturtrainerinnen und Naturtrainern.
Für uns ist es sehr schade, wenn Sie die Ausbildung vorzeitig beenden. Sprechen Sie uns bei persönlichen Fragen oder Problemen gern an. Vielleicht ist eine Zusammenarbeit in Zukunft wieder möglich oder wir finden andere Wege, um Ihren Einsatz für die Umweltbildung zu stärken.
Ehrenamtliches Engagement verbindet Menschen, schafft gemeinsame Erfahrungsräume und gegenseitiges Verständnis. Der freiwillige Einsatz für andere und das Gemeinwohl verdient höchste Anerkennung, weil er den sozialen Zusammenhalt stärkt und die Lebensqualität vor Ort steigert. Als ehrenamtlich Engagierte können Sie die Ehrenamtskarte für Berlin und Brandenburg erhalten. Diese bescheinigt das freiwillige Engagement und berechtigt den Inhaberinnen und Inhabern bei den Partnerunternehmen dazu, Vergünstigungen zu erhalten. Zahlreiche Museen, Kultureinrichtungen, Einzelhändler, Gastronomieunternehmen und weitere Dienstleister bieten verschiedenste Rabatte an.
Als NABU-Mitglied genießen Sie viele Vorteile. So sind Sie über die Gruppen-Unfallversicherung versichert. Mitglieder des NABU Brandenburg erhalten das Naturmagazin vier Mal im Jahr kostenlos zugesandt. Es informiert über aktuelle Entwicklungen im Natur- und Umweltschutz und vertieft mithilfe von Hintergrundberichten verschiedene Schwerpunktthemen. Sie erhalten Informationen des NABU Bundesverbandes und können im NABU-Netz den umfangreichen Service für NABU-Aktive in Anspruch nehmen sowie mit Gleichgesinnten in Kontakt treten.
Wir suchen Interessierte für die Naturtrainer-Ausbildung 2027/2028! Hier geht es zum Bewerbungsformular.