15. September 2026 – Sichtungen können mit Datum und Fundort unter www.igelsuche.de eingetragen werden, am besten mit Foto und Hinweisen zum Fund. Die gemeldeten Daten fließen in eine wissenschaftliche Studie des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung ein, denn bisher fehlen verlässliche Zahlen zu den Beständen der beiden Tiere in Deutschland. Gemeldet werden können auch tote Tiere.
Herbstlaub hilft
Wer etwas für Igel tun möchte, sollte seinen Garten naturnah gestalten und beispielsweise das Herbstlaub liegen lassen. Es kann auf den Beeten oder unter Gehölzen ausgebracht werden, dient den Igeln als Winterquartier und hilft auch Vögeln bei der Nahrungssuche. Im und unterm Laub leben Insekten und andere Kleintiere, die für Igel oder auch Amseln eine wichtige Nahrungsquelle sind. Trockenes Laub nutzen Igel zudem, um ihr Winternest auszupolstern.
Rücksicht nehmen auf Igel im Straßenverkehr
Igel bereiten sich im Herbst auf den Winterschlaf vor, der bis zu einem halben Jahr dauern kann. Daher sind die Stacheltiere jetzt besonders viel unterwegs und suchen nach Nahrung, darunter Käfer, Larven oder Spinnen. Um möglichst viel Beute zu machen, durchstreifen sie ein sechs bis maximal 110 Hektar großes Gebiet. Die nachtaktiven Einzelgänger können pro Nacht mehr als zweieinhalb Kilometer zurücklegen. Beim Überqueren von Straßen verunglücken viele Igel. „Bitte passen Sie Ihre Geschwindigkeit an und fahren Sie aufmerksam, um Wildtiere nicht zu gefährden“, rät Alexandra Ickes, Artenschutz-Referentin beim NABU Baden-Württemberg. Zudem sollte man auf Mähroboter möglichst verzichten, da sie Igel verletzen oder gar töten können. Freischneider sollten nicht unter Hecken und Büschen eingesetzt werden, wo sich Igel gern verstecken. Findet man einen hilfsbedürftigen Igel, ist es sinnvoll, eine Wildtierauffangstation zu kontaktieren.
Maulwurfshügel zeigen gesunde Böden an
Maulwürfe sind bei Gartenbesitzerinnen und -besitzern nicht immer beliebt. Wo sie leben, entstehen kleine Erdhügel auf Wiese oder Rasen. „Einen Maulwurf im Garten zu haben, ist aber ein gutes Zeichen“, weiß Ickes. Denn sie zeigen, dass der Boden gesund ist – und die aufgehäufte Erde lässt sich prima als Pflanzerde nutzen. Zudem durchmischen und belüften Maulwürfe den Boden durch ihre Grabtätigkeiten und können sogar Wühlmäuse, welche gerne an Gemüse knabbern, effektiv fernhalten.
„Deutschland sucht Igel und Maulwurf“ ist ein gemeinsames Projekt von Deutscher Wildtier Stiftung, NABU|naturgucker, Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung, Deutscher Gartenbau-Gesellschaft 1822, NABU und Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern (LBV). Der NABU Baden-Württemberg unterstützt das Projekt: „Wir benötigen mehr Daten zur Verbreitung der Tiere. Deshalb sind wir dankbar, wenn Sie bei der Meldeaktion mitmachen“, so Ickes. Aus den Daten können Schutzmaßnahmen für Igel und Maulwurf abgeleitet werden.
Im Herbst fressen sich Igel die nötigen Fettreserven für den Winter an. Gartenbesitzer/-innen können ihnen dabei behilflich sein, indem sie ihren Garten naturnah gestalten. So finden Igel genügend Nahrung und einen Unterschlupf. Mehr →
Mähroboter werden bei Gärtner*innen immer beliebter, nehmen sie doch eine oft ungeliebte Aufgabe ab. Was viele aber nicht wissen: Für Igel sind die Geräte eine tödliche Gefahr, besonders, wenn sie in der Nacht zum Einsatz kommen. Mehr →