Verleihung der goldenen Ehrennadel an Heinz Hermann Verholte und Michael Tomec vom NABU Oberhausen – Foto: Birgit Königs
7. September 2026 – Die Delegierten der gestrigen NABU‑Vollversammlung haben mit der Resolution „Wasser in der Landschaft halten – Schwammland NRW jetzt!“ ein deutliches Signal an die Landesregierung gesendet. Darin fordert der NABU NRW das Land dazu auf:
„Renaturierung braucht Zeit, Geld und politischen Willen – und genau diese Zeit läuft uns davon“, warnte NABU Landesvorsitzende Dr. Heide Naderer. Angesichts der sich verschärfenden Klimakrise erwarte der NABU NRW deshalb deutlich schnelleres Handeln von den politischen Entscheidungsträger*innen. „Die Entscheidungen der kommenden Jahre bestimmen, ob wir Artenvielfalt bewahren, Klimaanpassung meistern und unsere Lebensgrundlagen sichern“, betonte Naderer. Der Schlüssel dafür sei die konsequente Umsetzung der EU-Wiederherstellungsverordnung. Denn gesunde Ökosysteme sind starke Verbündete im Kampf gegen die Klimakrise: Wiedervernässte Moore, renaturierte Auen und Feuchtgrünland sowie naturnahe Wälder binden Kohlenstoff, puffern Starkregen ab und stärken die Artenvielfalt.
Auch die besonderen Gäste der Vollversammlung, NRW‑Umweltminister Oliver Krischer und Prof. Dr. Uli Paetzel (Emschergenossenschaft), unterstrichen die Bedeutung einer starken blau‑grünen Infrastruktur.
NABU NRW: Starkes Fundament für große Aufgaben
Mit über 140.000 Mitgliedern sieht sich der NABU NRW gut gerüstet. „Unsere Mitglieder und Ehrenamtlichen sind das Rückgrat unseres Verbandes“, so Naderer. Für ihr jahrzehntelanges Engagement wurden in diesem Jahr Michael Tomec und Heinz Hermann Verholte vom NABU Oberhausen mit der Goldenen Ehrennadel geehrt. „Menschen wie sie haben den Naturschutz in NRW geprägt – dafür gebühren ihnen Dank und Anerkennung.“
Zudem wählten die Delegierten auf der diesjährigen Vollversammlung turnusgemäß einen neuen Vorstand des NABU-Landesverbandes. Die künftig 13 ehrenamtlichen Mitglieder des neuen Vorstandes, werden gemeinsam mit der Vorsitzenden Dr. Heide Naderer, die bereits im vergangenen Jahr im Amt bestätigt wurde, die landesweite Arbeit des NABU NRW steuern und die Landespolitik weiterhin kritisch wie konstruktiv begleiten. Neu in den Vorstand gewählt wurden als Beisitzende Klaus-Bernhard Kühnapfel, Jorre Hasler, Wolfgang Schuldzinski und Claus Wittke. Weiterhin dabei sind für den geschäftsführenden Vorstand Bernd Milde, Dr. Christian Volk und Susanne Wangert sowie als Beisitzende Prof. Dr. Anna von Mikecz, Dr. Manfred Aletsee, Petra Kugel, Thomas Pusch und Anuschka Tecker.
„Mit aller Kraft werden wir uns für die lebendige Vielfalt in Wäldern, Mooren und Agrarlandschaften einsetzen“, erklärte Naderer. Vorrangiges Ziel sei die konsequente Umsetzung der EU‑Wiederherstellungsverordnung sowie die Anpassung an die Klimawandelfolgen in NRW. Zudem bereite sich der Verband bereits jetzt auf die kommenden Landtagswahl im Frühjahr 2027 vor.
Mehr zu den neuen, ehrenamtlichen Vorstandsmitgliedern und ihren Aufgaben und Zielen zeitnah unter http://www.NABU-NRW.de/vorstand.
Den vollständigen Resolutionstext finden Sie untenstehend.
Hintergrund
Die Landesvertreterversammlung ist das höchste Entscheidungsgremium des NABU NRW. Die rund 200 Delegierte aus den 52 Kreis- und Stadtverbänden des Landesverbandes treffen sich jährlich an wechselnden Orten, um über zentrale Weichenstellungen innerhalb des Verbandes wie in der politischen Arbeit zu beraten.
Verleihung der goldenen Ehrennadel an Heinz Hermann Verholte und Michael Tomec vom NABU Oberhausen – Foto: Birgit Königs
Auszeichnung der drei erfolgreichsten Kreis- und Stadtverbände bei der Mitgliederwerbung: Herford, Rhein-Sieg Kreis, Aachen Stadt – Foto: Birgit Königs
Landesvositzende Dr. Heide Naderer dankt Prof. Dr. Uli Paetzel (EGLV) für Keynote bei der LVV 2026 – Foto: Birgit Königs