Berlin, 30. Januar 2026 – Aufgrund der aktuellen Wetterlage hat Verkehrssenatorin Ute Bonde heute per Allgemeinverfügung den Einsatz von Tausalz auf Berlins Gehwegen erlaubt. Wir sehen diesen Schritt äußerst kritisch.
Der Einsatz von Streusalz verursacht erhebliche Schäden: Er gefährdet unser Trinkwasser, schädigt die ohnehin stark belasteten Stadtbäume, verätzt die Pfoten von Haustieren und beschleunigt die Korrosion an Gebäuden und Infrastruktur. Diese Folgen sind seit Jahren bekannt. Umso unverständlicher ist es, dass Senatorin Bonde nun in einer kurzfristigen Hauruck-Aktion den flächendeckenden Einsatz von Streusalz erlaubt.
Aus unserer Sicht ist die Maßnahme weder notwendig noch zielführend. Es stehen bewährte Alternativen wie Sand oder Splitt zur Verfügung, die bei konsequenter Anwendung ausreichend Schutz vor Glätte bieten. Dass viele Gehwege derzeit gefährlich glatt sind, liegt nicht am fehlenden Salz, sondern daran, dass Eigentümer und Winterdienste ihren Räum- und Streupflichten nicht ausreichend nachkommen.
Wir fordern den Senat auf, seiner Verantwortung für Umwelt- und Naturschutz auch in Wetterextremsituationen gerecht zu werden und kurzfristige Lösungen nicht auf Kosten von Stadtgrün, Tieren und Gewässern zu treffen.